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Dithmarschen gegen Ende des Mittelalters

Das Leben in Dithmarschen im Mittelalter

Die Herrschaft des Adels gab es im Dithmarschen gegen Ende des Mittelalters nicht. Die großen Bauerhöfe in Dithmarschen bildeten eine kleine Schicht, heirateten untereinander und beherrschten das Land.
wikipedia.org meint dazu:
Dithmarschen ist eine Region und ein Kreis in Schleswig-Holstein zwischen Nordsee, Eider, Elbe und Nord-Ostsee-Kanal. Die Grenzen bestehen seit dem Mittelalter. Dithmarschen wird traditionell als eine (ehemalige) freie Bauernrepublik bezeichnet.

Die freie Bauernrepublik Dithmarschen wurde von einer Selbstverwaltung geführt, genannt die 48er. Dabei handelte es sich um gewählte Männer, die Gesetze erließen und dafür sorgten, dass diese auch eingehalten wurden. Familien in Dithmarschen schlossen sich zu sogenannten Geschlechtern oder Klüften zusammen, dabei mussten es nicht immer nur blutsverwandte Familien sein. Nur wer in einem Geschlecht verankert war, fand Arbeit, Unterkunft und hatte ein Auskommen.

Die Mitglieder der Geschlechter hielten wie Pech und Schwefel zusammen, es soll sogar Blutrache gegeben haben, wenn einem Mitglied eines Geschlechtes böses widerfahren war. Wer aus einer Kluft ausgeschlossen wurde, weil er den Regeln der Kluft nicht gehorcht hatte, war ziemlich schlecht dran. Er bzw. seine ganze Familie konnte eigentlich nur das Land Dithmarschen verlassen. Es gab keine Arbeit bei den Bauern für ihn und er konnte seinen Lebensunterhalt nicht mehr verdienen.

Aber es lohnte sich schon in Dithmarschen zu dieser Zeit zu leben, die Dithmarscher kannten keine Leibeigenen und keine Skalverei. Aus diesem Grund versuchten viele Leibeigene aus anderen Gebieten in Dithmarschen einen Unterschlupf zu finden, weil sie ihren Herren davongelaufen waren.

Die Herrschaft der 48er in Dithmarschen

Im 14. Jahrhundert und zuvor kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Süderdithmarschern und Hamburg. Hamburg beanspruchte das Stapelrecht - alle Waren, die elbaufwärts transportiert wurden, sollten vor der Weiterfahrt in Hamburg zum Verkauf angeboten werden. Eine Gruppe, die auf eine Einigung und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Hamburg hin arbeitete, konzentrierte sich in der Gegend um Heide. Die Vertreter trafen sich ob de Heyde (auf der Heide) und berieten einen Vertrag mit den Hamburgern.

Aus den Großbauern in Dithmarschen bildete sich schließlich ein Gremium von 48 Männern heraus, die im Landrecht von 1447 als die Achtundvierziger benannt werden. Sie versammelten sich ab 1434 ebenfalls in Heide und regierten den Norden Dithmarschens. In Süderdithmarschen bildete sich ein eigenes Gremium mit 24 Männern.

In späterer Zeit wurden die Achtundvierzieger die obersten Richter, Heerführer und Außenpolitiker Dithmarschens. Sie waren bei der Einführung der Reformation und der Organisation der Dithmarscher Kirche maßgebend. Später wurden die Achtundvierziger einfach Regenten genannt.
Die "letzten Fehde" 1559 beendete die Selbständigkeit Ditmarschens und die Regierung der Achtundvierziger, Dithmarschen wurde nun von den Fürsten regiert. Unter den Fürsten übten jene Großbauern maßgeblichen Einfluss aus, aus deren Reihen sich schon die Achtundvierziger rekrutiert hatten.


Einige historische Stätten in Dithmarschen sind noch erhalten geblieben.
Auf dieser Seite finden Sie eine kurze Beschreibung der sehenswerten historischen Stätten.

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Burgen und Befestigungsanlagen

die ehemalige Steller Burg in Stelle-Wittenwurth
die Bökelnburg in Burg (Dithmarschen)

Güter und Herrenhäuser

Adliges Gut Friedrichshof in Dingen

Sonstige

Dithmarscher Brauerei mit historischer Braustätte in Marne
Heimatmuseum Brunsbüttel
Geschlechterfriedhof in Lunden

Museum

Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen in Albersdorf
Die Schanze vor Hemmingstedt (Schlacht bei Hemmingstedt am 17. Februar 1500)
Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf
Museumshafen in Büsum
museum am meer in Büsum


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